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WashAndGo 2008 Test

Geschrieben in Software von admin am 13 Juli 2008


Das Softwareprodukt WashAndGo 2008 (ehemals Purgatio Pro) wird vom Hersteller Abelssoft als „revolutionärer Festplattenschrubber “ bezeichnet. Mit dem Programm soll Datenmüll ganz einfach von der Festplatte entfernt werden. Was das Programm kann und ob es sich lohnt, dass könnt ihr in diesem WashAndGo 2008 Testbericht in Erfahrung bringen.

Wie bei jedem Test muss das Programm, in diesem Fall WashAndGo 2008 installiert werden. Vor der Installation läuft noch eine NetFrameWork-Erkennung durch, die checkt ob das benötigte Framework installiert ist. Ist die Prüfung erfolgreich überstanden, verläuft die Installation ganz gewöhnlich, wie jede andere auch. Angelegt werden am Ende der Installation zwei Desktop Icons. einmal „WashAndGo“ sowie „EasyClean starten“.

WashAndGo nimmt beim Start gleich mal Verbindung zum Internet auf. Wahrscheinlich um zu überprüfen, ob eine neue Version bzw. ein Update vorhanden ist.

washandgo-erster-start
Easy Clean
Nach dem Start erscheint ein Willkommensfenster in dem erst einmal erklärt wird, dass WashAndGo einige Methoden beinhaltet, mit denen ein Computer sauber und rein gehalten werden kann. Dafür wird auch gleich einmal der EasyCleaner empfohlen, der eine automatische Reinigung durchführen soll. Bevor wir diesen aber ausführen, gehen wir erstmal zur Konfiguration des EasyClean, nicht das er nachher etwas löscht was wir gar nicht wollen.

Als erstes muss man die Prozess-Priorität des Dienstes einstellen. Im aufgeführten Text wird einem geraten, die Priorität auf „niedrig“ zu stellen, automatisch eingeloggt ist aber die Priorität „normal“. Ansich kein Beinbruch, schließlich kann man die Priorität mit einem Klick einfach umstellen, dennoch verwirrt das automatische Einstellen einer nicht empfehlenswerten Priorität ein wenig. Schließlich hätte man hier mit kaum einen großen Programmieraufwand die niedrige Priorität automatisch anwählen lassen können.
wash-and-go-prioritaet
Anschließend geht es an die Systemreinigung. Hier muss nun angegeben werden, nach welchen Dateien gescannt werden soll. Zur Auswahl stehen:

  • Datei-Müll
  • Log-Dateien
  • Prefetch-Dateien
  • Minidump-Dateien
  • MS-Setup-Cache
  • Temp-Verzeichnisse leeren

Auf den ersten Blick sieht die Liste ja ganz interessant aus, ohne weitere Erklärung der einzelnen Punkte wird sie aber zu einem Ratespiel bei einem Laien. Was verstehen die Macher von WashAndGo denn unter Datei-Müll? Und wer, abgesehen von einem Computer-Experten, für den das Programm wahrscheinlich sowieso nicht gedacht ist, weiß was die Prefetch-Dateien sind und bewirken? Zu dem meinen manche gar, dass das löschen der Prefetch-Dateien unnötig wäre, da Windows diese Inhalte ganz von selbst verwaltet. Vielleicht noch kurz zur Erklärung: Die Prefetch-Dateien sind Informationen über Programme um diese schneller starten zu können. Sie befinden sich im Ordner C:\WINDOWS\Prefetch. Auch wenn der Gewinn von Leistung durch das Löschen der Prefetch-Dateien wohl eher gering sein dürfte, lassen wir die Option wie auch alle anderen angewählt und gehen weiter.
wash-and-go-reinigungsauswahl

Im nächsten Schritt können TEMP-Verzeichnisse angewählt oder automatisch gesucht werden. Hier können bei einer automatischen Suche schon einige Verzeichnisse aufgelistet werden, da nahezu fast jedes Programm ein TEMP-Verzeichnis besitzt. Ob diese Dateien wirklich alle gelöscht werden sollen, muss man selbst entscheiden.

Danach darf man noch entscheiden ob nach:

  • Ungültigen Registry-Einträgen
  • Ungültigen Verknüpfungen
  • Ungültigen Uninstall-Einträgen

gesucht werden darf. Diese Möglichkeiten begeistern, da die Registy oft zugemüllt ist und auch ungültige Verknüpfungen schon einmal vorkommen können.

Nun folgen einige weitere Entscheidungen für die Systemreinigung, der Office Spuren-Beseitigung, der OpenOffice-Spuren-Beseitigung (sofern vorhanden), allgemeinen Programm-Spuren Beseitigungen und Browser-Spuren-Beseitigung (IE, Opera, Firefox, sowie weitere Browser wie Safari o.ä.)

Und anschließend darf man EasyClean starten. Diese gesamten Einstellungen können einen Computer-Einsteiger, selbst einen Fortgeschrittenen User, etwas überfordern. Teilweise ist man sich nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist alle entsprechende Dateien zu löschen und hinzu kommt eine fehlende Beschreibung.

Man merkt, dass der EasyCleaner lediglich viele Funktionen unter einen Hut bringt, von denen man viel auch ohne das Programm, kostenlos selbst ausführen kann. So braucht man WashandGo 2008 z.B. nicht zum Browser-Spuren löschen, da diese selbst solche Funktionen besitzen. Aber aber auch für spezielle Funktionen, z.B. die Registry Bereinigung bekommt man kostenlos entsprechende Programme. Nachteil ist eben das man alles von Hand machen muss und zig verschiedene Programme auf den Rechner hat.

washandgo-scanning
Nun möchten wir aber an die Funktion. Nach dem wir den EasyCleaner gestartet haben, will er wieder eine Infternetverbindung. Diese gewähren wir ihm. Je nachdem was man angewählt hat bzw. wie viele Dateien geprüft werden sollen, kann der EasyClean Scan schon einmal etwas länger dauern. Auf unserem „zugemüllten System“ fand EasyClean 14483 Elemente und bot uns an, über 1 GB Daten zu bereinigen.

Nach dem Scan kann man auswählen, was letztendlich dann bereinigt werden soll. Nun muss man wieder warten, während die Bereinigung stattfindet. Auch hier ist wieder Geduld, je nachdem wie viel Bereinigt werden soll, gefragt.

Nach der Bereinigung gibt es eine kleine Statistik mit Tortendiagramm. Hier findet man nun Informationen wie viel Platz durch die Bereinigung neu entstanden ist, wie viel Dateien nicht bereinigt werden konnten usw.

Wash and Go
Startet man WashAndGo hat man letztendlich die Hauptzentrale vor sich. Hier kann man nun die einzelne Reinigungsteile einzeln auswählen. Möchte man z.B. nur die Internet-Spuren bereinigen, klickt man auf den Karteireiter „Internet-Reiniger“. Hier gibt es nun endlich auch die aus dem EasyClean vermissten Erklärungen zu den einzelnen Reinigunsoptionen.

Neben den einzelnen Reinigungteilen kann man hier auch die EasyClean Zeitplanung aktivieren. Ist diese aktiv und konfiguriert, startet EasyClean automatisch zum gewünschten Zeitpunkt.

washandgo-zeitplaner

Fazit:
Rund 30 Euro sind natürlich nicht gerade ein Schnäppchen für ein Programm, das lediglich eine Ansammlung von Funktionen besitzt, für die es jeweils ein selbständiges, kostenloses Programm im Internet gibt. Dennoch bekommt man für dieses Geld natürlich einen Komfort geboten, der mit mehreren unabhängigen Programmen nie erreicht werden kann. Unterstützt wird dieser Komfort von der EasyClean Zeitplanung, durch die EasyClean automatisch zu bestimmten Zeiten gestartet werden kann.

Ob einen dies die 30 Euro wert sind, muss jeder selbst entscheiden, Müll auf der Festplatte hat bei WashandGo 2008 auf jeden Fall keine Chance.


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Eine Antwort zu “WashAndGo 2008 Test”

  1. Matthias sagt:

    Mir erscheint ein solches Programm überflüssig. Wenn man eine vernünftige Softwareverwaltung hat, wie das z.B. bei Linux üblich ist, dann gibt es auch keinen Datenmüll. Und wer garantiert schon, dass so ein Tool nicht auch mal etwas löscht, was man noch gebraucht hätte?

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