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Etiketten- und Kartendrucker unter der Lupe

Geschrieben in Hardware von admin am 1 September 2014

Handelsübliche Drucker kennt jeder und sie sind in immer mehr Haushalten zu finden. Was ist allerdings mit Spezialdruckern wie Etiketten- oder Kartendruckern? Wozu werden solche Drucker genutzt und wie funktionieren sie? Nachfolgend widme ich mich genau dieser Frage und stelle diese besondere Drucker näher vor.

Etikettendrucker

Bei den Etikettendrucker wird in der Regel zwischen Thermodirekt- und Thermotransferdruckern unterschieden. Die Wahl richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck der gedruckten Etiketten. Falls keine Notwendigkeit für lange Beständigkeit der Etiketten besteht, werden z.B. Thermodirektdrucker zur Herstellung genutzt. Steht die Haltbarkeit jedoch im Vordergrund, wird zu Thermotransferdruckern gegriffen. In beiden Fällen gibt es verschiedene Größen, die sich nach dem benötigten Druckvolumen richten. Werden beispielsweise bis zu 500 Etiketten pro Tag benötigt, werden kleine Drucker genutzt. Bei über 3000 Etiketten werden große Etikettendrucker mit höherer Kapazität benötigt. Diese werden meistens industriell eingesetzt und werden durch Spezialanbieter, wie beispielsweise Ident24, vertrieben.

Einsatzgebiete

Etiketten werden zur Kennzeichnung verschiedenster Produkte, Maschinen und Verpackungen genutzt. Demnach finden entsprechende Drucker Anwendung im Versandbereich und in der Produktion sowie im Einzelhandel und der Industrie. Je nach Gebrauch gibt es auch mobile Etikettendrucker, die in jede Tasche passen und mit mobilen Geräten bedient werden können. Anwendung finden sie insbesondere in der Logistik.

Doch nicht nur im großen Rahmen werden Etikettendrucker verwendet. Auch für den Privatgebrauch eignen sie sich, wenn es beispielsweise um die Beschriften von Kisten und Ordnern geht. Um Post-its und Filzstifte zu vermeiden, können so entsprechende Etiketten bequem am PC erstellt und ausgedruckt werden.

Thermodirektdrucker

Beim Thermodirektdruck wird über Hitze der entsprechende Aufdruck in die hitzeempfindliche Oberfläche des Etiketts gebrannt. Es handelt sich dabei um thermo-sensitives Papier. Diese Schicht enthält entsprechende Farbpartikel, die durch die Wärme freigesetzt werden. So wird das gewünschte Druckbild erzeugt. Diese Art des Drucks wird genutzt, wenn die Etiketten keine besondere Haltbarkeit erfordern und die Beständigkeit der Etiketten zweitrangig ist. Das ist z.B. bei Päckchen oder Zeitungen der Fall. Thermodirektdrucker drucken lediglich in Schwarz und haben eine geringe Störanfälligkeit. Der Thermodirektdruck ist das am häufigsten angewendete Druckverfahren. Trotzdem bedürfen die Drucker einer regelmäßigen Reinigung und Wartung.

Vorteile des Thermodirektdrucks

  • kostengünstig
  • einfache Bedienbarkeit
  • hohe Geschwindigkeit
  • es wird nur das Spezialpapier verbraucht

Nachteile des Thermodirektdrucks

  • Aufdruck ist UV-empfindlich
  • keine hohe Lebensdauer der Etiketten

Thermotransferdrucker

Auch bei diesem Druckverfahren wird ebenfalls mit Hitze gearbeitet. Allerdings erfolgt der Aufdruck über eine Farbfolie, die zwischen Druckmaterial und den Heizelementen des Druckkopfes hindurchgeführt wird. Das Druckbild wird so durch die Dots des Druckkopfes auf das Material, z.B. Papieretiketten, übertragen. Einige dieser Drucker können mit entsprechendem Material auch als Thermodirektdrucker genutzt werden. Auch hier gilt es zwischen Desktop- und Industriedruckern zu entscheiden, je nachdem, wofür sie genutzt werden. Das Ziel des Thermotransferdrucks ist es, die Etiketten beständig und haltbar zu machen. Einsatzgebiete sind beispielsweise Kennzeichnungen in der Automobilindustrie, Gerätekennzeichnungen und die Anfertigung von Barcode-Etiketten. Als Folien für den Thermotransferdruck werden neben PVC-Folien auch Polyester- oder Polyethylen-Folien genutzt. Je nach Farbband können so Farbetiketten gedruckt werden.

Vorteile des Thermotransferdrucks

  • geringe Druckkosten
  • hohe Haltbarkeit
  • hohe Kantenschärfe
  • robuste und wartungsarme Technik

Nachteile des Thermotransferdrucks

  • nur einfarbige Drucks möglich
  • das Negativ bleibt auf dem Farbband sichtbar (Stichwort Datenschutz)
  • zwei verschiedene Gebrauchtsmaterialien (Papier und Folie/Farbband)

Kartendrucker

Chipkartendrucker funktionieren im Prinzip ähnlich wie Etikettendrucker. Auch hierbei wird mit Hitze das entsprechende Bild auf die Karte übertragen. Genutzt wird der Kartendrucker zum Personalisieren von ISO-Standard-Plastikkarten, die beispielsweise der Zeiterfassung und der Zutrittskontrolle dienen.

Einsatzgebiete und Funktionsumfang

Es handelt sich vor allem um Drucker für die üblichen, normierten Kartenmaße (85,60×53,98mm). Darunter fallen Kredit- und Telefonkarten, aber auch der EU-Führerschein und die Krankenkassenkarte sowie Mitgliedskarten für den Personennahverkehr oder das (Hoch-)Schulwesen. Neben dem einfachen Bedrucken können Kartendrucker auch die Magnetstreifen lesen und kodieren. Zudem kann zwischen einseitigen und beidseitigen Druckern mit automatischer Wendestation unterschieden werden. Hier kommt es auf die entsprechende Nutzung der späteren Karte an. Die meisten Drucker haben außerdem die Funktion, die Karten zu laminieren, um eine höhere Sicherheit und Haltbarkeit zu garantieren.

Druckverfahren

Thermotransfer

Thermosublimation

Es kommen mehrzonige Farbbänder zum Einsatz und die Karte wird mehrfach an der jeweiligen Farbzone vorbeigeführt. Abstufungsweise wird die Farbe auf die Karte gedampft, wodurch eine hohe Farbtiefe ermöglicht wird. Um die Karte vor Abrieb zu schützen, wird danach ein klares Overlay über die Karte gelegt. Dadurch wird sie UV-beständig.

Direct-to-card-Verfahren (DTC)

Ein Druckbandträger wird unter dem Thermodruckkopf erhitzt und so die Farbe vom Farbband auf die leere Karte übertragen.

Retransfer

Erneut werden zunächst mehrfarbige Farbbänder nach dem CMYK-Farbsatz genutzt. Allerdings wird zunächst spiegelverkehrt auf ein entsprechendes Retransferband gedruckt, welches im nächsten Arbeitsschritt auf die Karte appliziert wird.

Thermo-Rewrite-Druckverfahren (TRW)

Hierbei handelt es sich um ein Ausnahmeverfahren, bei dem nicht mit mehrfarbigen Bändern gearbeitet wird. Stattdessen wird eine thermo-sensitive Schicht innerhalb der Karte beschrieben. Dadurch können die Informationen wieder gelöscht und die Karte neu beschrieben werden.

Kartenlesegeräte reagieren dementsprechend nicht nur auf die Daten, die sich auf der Karte befinden, sondern beschreiben sie – je nach Verwendungszweck – auch mit nötigen Informationen, die später wieder abgerufen werden können. Zudem versorgen sie die Chipkarte mit Strom.


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Eine Antwort zu “Etiketten- und Kartendrucker unter der Lupe”

  1. Na ja unter dem Titel erwrtet man wohl etwas professionellere Arbeistsleistung

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